Arbeitsgemeinschaft christlicher Kichen in den Kantonen Appenzell und St.Gallen            
ACK - Appenzell St.Gallen; auf Statuten und Geschichte gestützt. Brücke bei Dietfurt.
                 
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  GESCHICHTE UND STATUTEN

 

 

 

zur Geschichte - Statut

       
                 
    ZUR GESCHICHTE DER ACK APPENZELL ST.GALLEN
     
    1971, 21. Juni:
Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Schweiz
     
    1972, 06. Dezember:
Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in den Kantonen Appenzell und St.Gallen
     
     
    Auszüge aus einem Papier zum 20-jährigen Bestehen (1992): (ganzer Text)  

Gründungssitzung

"Am 6. Dezember 1972 unterzeichneten die Präsidenten der evangelisch-reformierten Landeskirchen von Appenzell und St.Gallen, der Bischof von St.Gallen, der Bischof der christkatholischen Kirche der Schweiz, der Distriktvorsteher der evangelisch-methodistischen Kirche, die Baptistengemeinden von Herisau und St.Gallen und der Divisionschef der Heilsarmee das Statut der Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen in den Kantonen Appenzell und St.Gallen. Später kamen die lutherische sowie die griechisch-orthodoxe Gemeinde als Mitglieder dazu."

Als thematische Schwerpunkte der ersten 20 Jahre werden vermerkt:

  • Stellungnahmen zu Texten für die Synode 72 der römisch-katholischen Kirche "Gemeinsames Zeugnis und Zusammenarbeit der Christen"

  • Impulse zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

  • Stellungnahme zu den Überfremdungsinitiativen

  • Friedensthematik

  • Stellung der Kirchen im Staat (Ausnahmeartikel der Bundesverfassung)

  • Fragen von Frieden und Gerechtigkeit

  • Gespräche mit Militärs und Friedensgruppen – Zivildienst

  • Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung (ab 1989)

Ökumenische Annäherung - nach Jahrhunderten...
"Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den st.gallischen Kirchenkanzleien besuchten sich gegenseitig, der damalige Kirchenratspräsident Pfarrer Lendi rauchte hie und da seine Pfeife beim Kaffee in der Bischöflichen Kanzlei. Bischofsvikar Fürer war Gast an evangelischen Synoden.
Nach Jahrhunderte langer Distanz lernte man sich besser kennen und kam sich näher."

Arbeit im Stillen
Zum Schluss heisst es: "Die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kichen in den Kantonen Appenzell und St.Gallen war kein Feuerwerk. Sie erfolgte vielmehr im stillen mit dem Ziel, die Kirchen einander näher zu führen, um ihren gemeinsamen Auftrag, das Evangelium Jesu Christi in die nächsten Jahrhunderte zu tragen, besser entsprechen zu können."

(Autor und Datum nicht erwähnt, Archiv der ACK;
ganzer Text )

 

   

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    Statut der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in den Kantonen Appenzell und St. Gallen (ACK)
    (Download als pdf-Dokument)
     
   

1. Zielsetzung

Im Glauben an Jesus Christus, unseren Erlöser, fördert die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) die Einheit der Kirchen. Sie bezeugt die in Jesus Christus begründete Gemeinschaft Gottes mit allen Menschen und der ganzen Schöpfung.
Aus dieser Überzeugung heraus setzt sie sich für die Zusammenarbeit der Kirchen und den Dialog unter den Christinnen und Christen ein. Sie sucht das Gespräch mit nichtchristlichen Religionen und mit anderen gesellschaftlichen Gruppierungen. 
 

   

2. Die Arbeitsgemeinschaft und die Mitgliedskirchen

2.1 Die ACK besteht zur Zeit aus den am Schluss dieser Statuten aufgeführten Kirchen und Gemeinden. Sie steht weiteren Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften offen, welche die Zielsetzung der Arbeitsgemeinschaft bejahen.

2.2 Die Kirchen sind in der ACK durch Delegierte vertreten.

2.3 Die Evangelisch-reformierte und die Römisch-katholische Kirche ordnen je sechs Delegierte ab, die anderen Mitgliedskirchen je eine Delegierte oder einen Delegierten.

   

3. Aufgaben

Die ACK ist in ihrer Arbeit mit den kantonalen Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen und im besonderen mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz verbunden. Die ACK will im regionalen Bereich insbesondere folgende Aufgaben wahrnehmen:

3.1 Besinnung über Fragen von Glauben und Leben, mit dem Ziel der Klärung und Verständigung.

3.2 Förderung verbindlicher Gemeinschaft und Zusammenarbeit unter den Mitgliedskirchen.

3.3 Beratung und Unterstützung von Empfehlungen schweizerischer und internationaler ökumenischer Gremien, nach Zustimmung durch die Mitgliedskirchen.

3.4 Gegenseitige Information über wichtige Anliegen und Pläne der Mitgliedskirchen und gegenseitige Beratung.

3.5 Förderung gemeinsamer Aktionen.

3.6 Beratung und Vermittlung bei Meinungsverschiedenheiten einzelner Mitgliedskirchen.

3.7 Gegenseitige Unterstützung in besonderen Notlagen.

3.8 Unterstützung von ökumenischen Arbeits- und Basisgruppen.

3.9 Kontakte mit anderen der ACK nicht angeschlossenen christlichen Glaubensgemeinschaften und Bewegungen ausserhalb der Kirchen.

3.10 Stellungnahmen in der Öffentlichkeit, sowie Vertretung gemeinsamer Interessen und Anliegen.

   

4. Kompetenzen der ACK

4.1 Die Mitgliedskirchen behalten ihre volle Unabhängigkeit in Bekenntnis und Lehre, in Gottesdienst und rechtlicher Ordnung. Für die Mitgliedskirchen sind Beschlüsse der ACK verbindlich, denen sie durch ihre zuständigen Organe zustimmen.  

4.2 Die ACK organisiert ihre Arbeit in eigener Kompetenz im Rahmen ihres Budgets, gegebenenfalls nach Rücksprache mit den zuständigen Kirchenleitungen.

4.3 Empfehlungen an Mitgliedskirchen und Erfüllung von Aufträgen der Mitgliedskirchen werden von den Delegierten mit einfachem Mehr beschlossen.

4.4 Die ACK kann in der Öffentlichkeit Stellung nehmen. Stellungnahmen bedürfen der Zustimmung von mindestens 2/3 (Zweidrittel) aller anwesenden Delegierten. Wenn die Delegation einer Mitgliedskirche geltend macht, dass diese Stellungnahme in irgendeiner Weise Grundsätze oder Grundanliegen ihrer Kirche verletzt, kann sie durch ihr “Veto” die Veröffentlichung der Stellungnahme verhindern.

4.5 Kommt eine Stellungnahme nicht zustande, bleibt es den einzelnen Delegierten unbenommen, im eigenen Namen Stellung zu nehmen.

4.6 Die Aufnahme neuer Mitglieder, sowie die Änderung der vorliegenden Statuten erfordern die Zustimmung der Leitung aller Mitgliedskirchen.

   

5. Organisation der ACK

5.1 Das Präsidium: Der Präsident oder die Präsidentin der ACK wird jeweils auf zwei Jahre gewählt. Eine unmittelbare Wiederwahl ist ausgeschlossen.

5.2 Das Büro: Es wird ebenfalls auf zwei Jahre gewählt und besteht aus je einer/einem Delegierten der Evangelisch-reformierten Kirche, der Römischkatholischen Kirche und in zweijährigem Turnus einer weiteren Mitgliedskirche.

Der Präsident oder die Präsidentin ist von Amts wegen als Delegierter oder Delegierte seiner oder ihrer Kirche im Büro und führt den Vorsitz.

5.3 Das Sekretariat: Die Führung des Sekretariats wird durch das Büro geregelt.

5.4 Kommissionen und Arbeitsgruppen: Zur Erfüllung ihrer Aufgaben kann die ACK Kommissionen einsetzen oder Arbeitsgruppen bilden.

   

6. Finanzielles

6.1 Jede Mitgliedskirche trägt die durch ihre Delegierten erwachsenden Kosten selber.

 6.2 Für weitere Kosten, die der ACK durch ihre Tätigkeit erwachsen, erstellt die ACK zuhanden der Mitgliedskirchen vor den Sommerferien ein jährliches Budget.

6.3 Diese Kosten werden nach einem, unter den Mitgliedskirchen abgesprochenen, Schlüssel untereinander verteilt.

    Unterzeichnet von den Mitgliedskirchen:
  • Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
  • Evangelisch-reformierte Landeskirche beider Appenzell
  • Römisch-katholische Kirche, Bistum St. Gallen
  • Griechisch-orthodoxe Metropolie der Schweiz
  • Serbisch-orthodoxe Kirche in der Schweiz
  • Christkatholische Kirche
  • Evangelisch-methodistische Kirche
  • Anglikanische Kirche
  • Heilsarmee
  • Bund der Baptistengemeinden in der Schweiz
    St.Gallen, 14. November 1994
Adri van den Beemt (Präsident)
     
     
   

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